asia intensiv Aus- und Weiterbildung in Japanisch, Chinesisch Koreanisch - Professioneller Sprachunterricht für Zielbewusste
Schule für moderne asiatische Sprachen - Dr. Heinrich Reinfried
 

 

   
 
 

Warum asiatische Sprachen lernen?

Interview mit Dr. Heinrich Reinfried
Aus: CASH, 21.1.2006

Q: Wird die Bedeutung der chinesischen Sprache und generell das Wissen über China hierzulande unterschätzt?

A: Bereits heute lernen viele junge Schweizer/innen in Mittelschulen und Universitäten Chinesisch. Ihre Zahl wird in Zukunft noch steigen. Chinesisch wird zu einer normalen Zweitsprache für all jene werden, die sich durch ihre Kommunikationsfähigkeit mit Chinesen einen Wettbewerbsvorteil versprechen. Die wachsende wirtschaftliche Bedeutung Chinas wird dazu führen, dass auch China zunehmend davon ausgehen wird, dass Europäer Chinesisch lesen, sprechen und schreiben können.

Q: China wird - gemäss Weltbank - die USA im Jahr 2020 als grösste Wirtschaftsmacht ablösen. Wie sollten bzw. können wir uns hierzulande ausbildungsmässig darauf vorbereiten?

A: Wir müssen in erster Linie lernen, die Bedeutung und Auswirkung der Globalisierung der Weltwirtschaft zu erkennen und der Jugend zu vermitteln, was dies für ihr Arbeitsleben bedeuten wird. Dies hat in erster Linie mit dem Studium wirtschaftlicher Zusammenhänge zu tun.Da China aber in der globalisierten Wirtschaft eine immer bedeutendere Rolle spielt, sind Schulen und Hochschulen gefordert, faktenbasierte, ideologiefreie Information über China zu vermitteln, damit Entwicklungen in der chinesischen Politik und Gesellschaft sowie Chancen und Risiken des chinesischen Marktes nüchtern eingeschätzt werden können. Zu diesen Informationen gehören grundlegende Kenntnisse über die heutige chinesische Gesellschaft und deren Werdegang in der jüngsten Vergangenheit jenseits von Schönfärberei oder Schwarzmalerei. Angesagt ist keine Schnellbleiche, sondern ein längerdauernder Prozess der Auseinandersetzung mit China.

Q: Worin sehen Sie die grössten Schwierigkeiten beim Erlernen der chinesischen Sprache?

A: Chinesisch ist nicht schwieriger, wohl aber zeitaufwendiger als europäische Zweitsprachen (ungewohntes umfangreiches Vokabular, Aussprache, fremde Schrift). Geschäftsleuten steht allgemein zu wenig Zeit zur Verfügung, oft auch noch zusätzlich akzentuiert durch eine kurz bevorstehende Versetzung nach China. Wichtig ist hier: Solide Grundlagen der Sprache in der Schweiz erwerben - vor Ort aufbauend weiterlernen.

Q: Es gibt Stimmen, die das Lernen der chinesischen Sprache nicht für nötig halten, da die Chinesen ihrerseits Englisch lernen und somit Englisch die Kommunikationsbasis sein wird. Was meinen Sie dazu?

A: Wer mit Englisch als Kommunikationsbasis gute Erfahrung macht und damit in seiner Nische durchkommt, soll dabei bleiben. Chinesisch lernen muss, wem das nicht genügt. Ein Beispiel: Wird Englisch verwendet, bestimmt der Gesprächspartner, welche Informationen weitergegeben werden. Kann ein Schweizer Chinesisch, kann er schnell einen Ueberblick über die in Wort und Schrift zur Verfügung stehende Information gewinnen, sich orientieren und dann selbst kritisch auswählen.

Q: Inwiefern kann sich jemand Vorteile im geschäftlichen Kontakt mit China verschaffen, der sich in der Sprache, der Kultur, der Geschichte Chinas auskennt?

A: Wer sich in der Sprache und Gesellschaft Chinas auskennt, verfügt über zusätzliche soft skills, die seinen Blick schärfen und seinen Aktionsradius erweitern. Je tiefer das Verständnis, desto mehr Türen öffnen sich. Um sich langfristig entwickeln und zur Reife gelangen zu können, muss die Auseinandersetzung mit China aber von einem echten Interesse getragen sein.

Q: Was war Ihre Motivation zur Gründung von ASIA INTENSIV?

A: Die ersten Intensivkurse in Japanisch und Chinesisch wurden von den Wirtschaftskammern Schweiz-Japan sowie Schweiz-China in Form von 2-wöchigen Seminarien angeregt und durchgeführt. ASIA INTENSIV baute auf diesen Erfahrungen auf, bietet aber heute jedermann eine Möglichkeit, sich in Form von Einzelunterricht mit einer Fachperson in die chinesische, japanische, oder koreanische Sprache einführen oder weiterbilden zu lassen. Der Unterricht findet vor allem in Form von Einzelunterricht statt, deshalb können Kurse, auf welchem Niveau auch immer, jederzeit kurzfristig begonnen werden.

Q: Wer sind Ihre Kunden? Stellen Sie fest, dass sich die Firmen zunehmend bemühen, die Kenntnisse Ihrer Mitarbeiter in China-Fragen zu erweitern?

A: Unsere Kunden rekrutieren sich aus Grossunternehmen wie auch aus KMU sowie aus Privatpersonen. Das Interesse für Chinesisch hat wie bei anderen Schulen auch bei ASIA INTENSIV konstant zugenommen. Man kann sagen, dass der Ausbildungsbedarf zumindest in den städtischen Gebieten durch eine relativ breite Palette von verschiedensten Kursangeboten, die Interessenten eine echte Wahl ermöglichen, abgedeckt wird.

Titelbild des chinesischen lexikons

Sprache ermöglicht Zugang zum heutigen China.

  

DIE WELTWOCHE

Asiatische Sprachen - Englisch stösst an die Chinesische Mauer

Heinrich Reinfried, 17.1.2002

SCHWEIZER ARBEITGEBER,
Interview, 28.1.1999

  

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